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| Rückblick Lesungen und Veranstaltungen 2011 |
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Dienstag, 29. November 2011
19 Uhr
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Dienstag, 25. Oktober 2011
19 Uhr
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Poesie der Nachbarn: Belgien
Mit Eric Brogniet, Erik Spinoy, Gerhard Falkner, Norbert Lange und Hans Thill
Musikalische Begleitung: Duo Parthenon (Christine Rauh, Cello & Johannes Nies, Piano)
Lesung aus der Anthologie: »Meine schlichten Reisen. Gedichte aus Belgien«.
Kein Sprachenstreit war zu erwarten, als am 23. Juni 2010 die Übersetzerwerkstatt »Poesie der Nachbarn: Belgien« im Künstlerhaus Edenkoben ihre Arbeit begann. Im Gegenteil
zeigten sich die flämischen und wallonischen Gäste wenig beeindruckt von der Krise Belgiens als Nation. Philologisch begleitet von Beate Thill (Französisch) und Stefan Wieczorek
(Niederländisch) haben deutschsprachige Lyriker ihre flämischen und wallonischen Kollegen ins Deutsche übersetzt. Neben den drei Schriftsprachen niederländisch, französisch,
deutsch fanden noch viele weitere Idiome ihren Einsatz, ein schönes Babylon im gemeinsamen Bemühen an den Nachdichtungen herausragender Autoren Belgiens.
Poesie der Nachbarn ist ein gemeinsames Projekt vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck und dem Künstlerhaus Edenkoben.
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Dienstag, 13. September 2011
19 Uhr
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Donnerstag, 9. Juni 2011
19.30 Uhr
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Thomas Lehr
September. Fata Morgana
Moderation: Stefan Weidner
New York 2001 und Bagdad 2004, zwei Väter und zwei Töchter:
Der deutsch-amerikanische Germanistikprofessor Martin lebt
mit seiner Tochter Sabrina in den USA, der irakische Arzt
Tarik und seine Tochter Muna leben in ihrer Heimatstadt
Bagdad. Nichts verbindet sie. Doch dann stirbt Sabrina am
11. September 2001 im World Trade Center, während Muna
in den letzten Kriegstagen 2004 in Bagdad ums Leben kommt.
Mit diesem Roman, der zwei parallele Lebensgeschichten
erzählt, legt Lehr ein Werk vor, das die politischen Katastrophen
der jüngsten Vergangenheit ins Zentrum setzt, und begibt
sich auf eine literarische Grenzwanderung zwischen zwei
Kulturen. »September« ist ein vielschichtiges, beeindruckendes
Werk; in einer verdichteten, lyrischen Sprache geschrieben,
versucht es, durch die Ausleuchtung des historischen
und kulturellen Hintergrunds den politischen Konflikt zum
Dialog zu erweitern. Eigensinnig und hartnäckig bewahrt der
Roman das Andenken an zwei getötete Frauen, die stellvertretend
für die Opfer dieses Konflikts stehen.
Thomas Lehr wurde 1957 in Speyer geboren, 1993 veröffentlichte
er seinen ersten Roman, seit 1999 lebt er als freier
Schriftsteller in Berlin. Für sein literarisches Werk wurde Lehr
mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
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Dienstag, 24. Mai 2011
19.30 Uhr
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Hartmut Lange
Die Verteidigung des Nichts
Moderation: Prof. Dr. Birgit Lermen
Langes Novellen thematisieren den schmalen Grat zwischen
der Normalität des Alltags und dem Einbruch des Irrationalen,
dem metaphysischen Abgrund, der sich dahinter auftut. Sie
zeigen Menschen, die ihre scheinbare existentielle Sicherheit
verlieren und die plötzlich die Sehnsucht überkommt, jene
Grenze zu überschreiten. So auch die Novelle »Die Verteidigung
des Nichts«, die in knappen und schmucklosen Sätzen, die
den Leser aber dennoch sofort in den Bann ziehen, den Sinn
einer nihilistischen Handlung – ein todkranker Abiturient und
dessen Vater, der ihm in den Tod folgt – beschreibt.
Hartmut Lange wurde 1937 in Berlin-Spandau geboren und
studierte an der Filmhochschule Babelsberg Dramaturgie.
1960 erhielt er eine Anstellung als Dramaturg am Deutschen
Theater in Ostberlin. Von einer Reise nach Jugoslawien kehrte
er nicht in die DDR zurück und ging stattdessen nach Westberlin.
Hier arbeitete er für die Schaubühne am Halleschen
Ufer, für die Berliner Staatsbühnen und am Schiller- und am
Schlosspark-Theater. Lange schreibt Dramen, Essays und
Prosa, besonderen Ruhm erlangte er als Novellendichter.
2003 wurde er für sein Werk mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet.
In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung.
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Sonntag, 15. Mai 2011
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Internationaler Museumstag
Ein Tag zum Staunen im Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Anlässlich des Internationalen Museumstages 2011 lädt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck kunstinteressierte Familien zum Entdecken und Staunen ein.
Eintritt und Führung sind an diesem Tag kostenlos!
Familienführung:
»Hochwasser – Trink oh Herz vom Überfluss der Zeit!«
Sonntag, 15. Mai 2011, 15 Uhr, ca. 45-60 Min.
Die spektakuläre raumgreifende Installation des Schweizer Künstlerpaares Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger aus Schwemmholz, ausgestopften Tieren, Zivilisationsmüll und vielem anderen begeistert viele Besucher.
Familienkurs:
Wasserspuren
Sonntag, 15. Mai 2011, 16 bis 18 Uhr
In großflächigen freien farbigen Aquarell-Zeichnungen folgt man der Strömung des Flusses, schlägt Wellen an seinen Ufern, kriecht mit dem Stift hinein in das Wurzelwerk der
Schilfpflanzen und ertastet sich seinen Weg in die Naturauen bis hinauf in die hohen Astgabeln der alten Uferbäume. Es gilt das Netzwerk und die Rhythmen der Natur spielerisch durch den Verlauf
des Wassers zu erfahren.
Von diesem künstlerischen Kosmos inspiriert können Kinder und ihre Eltern unter Anleitung von Franca Perschen in großflächigen farbigen Aquarell-Zeichnungen dem Netzwerk und Rhythmus der Natur nachspüren.
Materialkosten zum Kurs: Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 3,50 Euro
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Dienstag, 8. März 2011
19.30 Uhr
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John von Düffel
Vom Wasser
Moderation: Alexander Wasner, SWR
Zwischen der träge dahinfließenden Diempel und der
bedrohlichen wilden Olpe gründet der Urgroßvater des
Erzählers eine Papierfabrik. Der Familienpatron, der erst
dem Wasser seinen Willen aufzwingt und später dann in
der Olpe ertrinkt, erfährt hier, wie sich Wasser in Papier und
Papier in Geld verwandelt. Vier Generationen später, als die
Fabrik abgerissen werden soll, rekapituliert der Enkel die
Familiengeschichte, die zwischen Neid, Liebe, Hass und
Gier alle Facetten einer Familiensaga bietet, jedoch immer
wieder durch das Wasser bestimmt wird. Denn eigentliche
Hauptperson des Romans bleibt das Wasser und dessen
Bewegung im rhythmischen Wechsel des Elementaren. Der
Leser wird wie der Erzähler, der sich dem schillernden Strom
der Erinnerungen und Gedanken hingibt, in den mächtigen
Sog des Romans gezogen.
John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren. Mit »Vom
Wasser« schrieb er seinen ersten Roman, wurde dafür beim
Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet und gewann
den Aspekte-Literaturpreis des ZDF.
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Dienstag, 18. Januar 2011
19.30 Uhr
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Arp im Ohr
Ulf Stolterfoht liest zu Hans Arp
Moderation: Hans Thill
Unter dem Motto »Arp im Ohr« startete vor zwei Jahren eine
Lesereihe, in deren Rahmen sich zeitgenössische Autoren
mit dem literarischen Werk des Hauspatrons Hans Arp
auseinander setzen. Denn dieser war – was Wenigen bekannt
ist – nicht nur Bildender Künstler, sondern auch Literat. In
diesem Jahr wird Ulf Stolterfoht das Experiment zu Arp
wagen: Ausgehend von neun Zeilen aus neun frühen
Gedichten Hans Arps, die nun wiederum neun neuen
Gedichten von Ulf Stolterfoht die Titel geben, möchte er
versuchen, so etwas wie eine »Fachsprache Hans Arp« zu
erzeugen. Dabei können die Arp-Titel allerdings nur als
Generator dienen.
Ulf Stolterfoht wurde1963 in Stuttgart geboren. Neben seiner
schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete Stolterfoht für den
Rundfunk, als Gastprofessor für Lyrik am Deutschen
Literaturinstitut in Leipzig und als Poetikdozent in Hildesheim.
Er erlangte zahlreiche Preise: unter anderem das Stipendium
der Villa Massimo 2007, den Peter Huchel-Preis 2008 sowie
zuletzt den Literaturpreis für Poesie als Übersetzung 2009.
Heute lebt und arbeitet der Lyriker und Übersetzer in Berlin.
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