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Ausstellungen | Vorschau

François Boucher, Die Flötenlektion, 1751
Sammlung Rau für UNICEF


Kunstkammer Rau
superfranzösisch

16. September 2010 bis 27. Februar 2011

In einem farbenfrohen Reigen hält die Malerei herausragender französischer Meister Einzug in die Kunstkammer Rau. Dank ihrer Qualität und Vielfalt nimmt sie einen prominenten Platz in der Sammlung Gustav Raus ein.

Am Beispiel von über 60 Gemälden, Skulpturen und kunstgewerblichen Gegenständen erlebt man Geschichte in Bildern: von den anonymen Heiligenbildern des Mittelalters, über die Schäfer-Idyllen des Rokoko, die Porträts der Aufklärung bis zu den großen impressionistischen Landschaften – von Boucher, zu Fragonard, über Delacroix bis zu Degas, Monet und Cézanne, die das Licht und die Farben Frankreichs in die Kunstkammer Rau bringen.

In dieser Ausstellung lässt sich die Entwicklung der französischen Kunst vom Mittelalter bis ins späte 19. Jahrhundert ablesen – am Beispiel herausragender Kunstwerke und ihrer Maler, Bildhauer und Kunsthandwerker.


Begleitprogramm


Öffentliche Führungen
Allgemeine Führungen am ersten Sonntag jeden Monats, jeweils 15 Uhr
Kosten: 2 Euro, zzgl. Eintritt

Sonntag, 26. September 2010, 3. Museumsgeburtstag
Freier Eintritt im gesamten Museum
14 bis 15 Uhr
Kuratorenführung mit Dr. Susanne Blöcker (kostenlos)
15 bis 16.30 Uhr
Familienkurs: Licht und Schattenspiele!
Die Stillleben in der Kunstkammer Rau werden durch Licht und Schatten lebendig. Erlernt die Zeichenkunst der alten Meister.
Ab 12 Jahren
Materialkosten: Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 3,50 Euro

Mittwoch, 6. Oktober 2010, 15.30 bis 17 Uhr
Kunst-Café: Auf der Spur des Impressionismus
Erleben Sie den Impressionismus im Dialog mit den Werken der Kunstkammer Rau. In einer spannenden Expertenführung erfahren Sie markante Eigenarten, technische Details und Hintergründe der gezeigten Werke.
Im Anschluss erwarten Sie Kaffee und Kuchen in unserem Restaurant im historischen Bahnhof.
Kosten: 6,50 Euro (Expertenführung inklusive Eintritt)
Kaffee und Kuchen 6 Euro

Samstag, 6. November 2010, Käpt’n Book – Fest
Freier Eintritt im gesamten Museum
12.30 bis 13.30 Uhr
Käpt’n Book – Familienkurs: Bilderdetektive gesucht!
Geht auf Entdeckungsreise in den Bildern der Kunstkammer Rau! Es erwarten Euch merkwürdige Meeresbewohner, menschengesichtige Ziegen, kleine Prinzen und noch viel mehr. In dem anschließenden Kurs könnt Ihr Eure Erlebnisse aufs Papier bringen.
Ab 4 Jahren
Materialkosten: Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 3,50 Euro
14.30 bis 15 Uhr, 17.30 bis 18 Uhr
Kostenlose Familienführungen: » superfranzösisch«
Eine Märchenreise zu Dornröschen, Aschenputtel und dem kleinen Däumling.




Ich lasse mich von der Arbeit führen…
Hans Arp: Werke aus der Sammlung

19. November 2010 bis 1. Mai 2011

Der Maler, Bildhauer und Dichter Hans Arp gilt als Pionier der »organischen Abstraktion«, die sich an der Metamorphose, an den stetigen Entstehungs- und Wandlungsprozessen der Natur, orientiert. Fließende Formen sind dabei nicht nur charakteristisch für die Plastizität seiner Skulpturen, die er analog zu den Wachstumsprozessen der Natur »bildet«. Bereits bevor ab 1930 erste Plastiken entstehen, lassen Collagen, Zeichnungen und Reliefs seine unvergleichliche, organische Formensprache erkennen. Vielfach überträgt er zudem Gestaltungsprinzipien seiner Dichtung auf die bildende Kunst, so dass Wort und Bild stets in einem spannungsreichen Dialog stehen.

In einer ersten umfangreichen Sammlungspräsentation zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck rund 130 ausgewählte Werke seines Hauspatrons. Verschiedene Ausstellungsgruppen zu seiner einzigartigen »Objektsprache«, der »Metamorphose«, dem »Zufall« oder dem Prinzip der »Konstellation «, entführen den Besucher zu einer reizvollen Reise durch das poetische und facettenreiche OEuvre des bedeutenden Avantgardekünstlers.

Arno Schmidt
Der Schriftsteller als Landschaftsfotograf

10. Dezember 2010 bis 20. März 2011

Arno Schmidt wurde schon zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten deutschen Literaten geehrt. Seine qualitätvollen Fotografien jedoch kennen nur Wenige. Zusammen mit seiner Frau Alice schuf Schmidt Schwarzweiß- und Farbfotografien, die vor allem die flache norddeutsche Moorlandlandschaft um ihren Wohnort Bargfeld dokumentieren. Ohne Rückgriff auf Dorfklischees und Heidekitsch gelingt es Schmidt, der ereignislosen Realität eine besondere Bedeutung beizumessen. Serien einzelner Motive bei unterschiedlicher Witterung und Beleuchtung lassen dabei den Zauber, den die Landschaft auf den Autor hatte, spürbar werden und eröffnen Einblick in die Wirklichkeitswahrnehmung Schmidts. Somit bieten die Fotografien auch eine neue Möglichkeit der Annäherung an sein literarisches Werk.

Die Ausstellung verbindet bestmöglich das Literaturprogramm des Museums mit der Bildenden Kunst. Zudem bildet sie den Auftakt für das im Bundesgartenschau-Jahr 2011 ausstellungsübergreifende Thema der »Landschaft« im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.